Am 9. Februar 2026 fand in der Evangelischen Kindertagesstätte „Regenbogen“ ein Fortbildungstag für alle Erzieherinnen der Einrichtung statt. „MEKOKI! unterstützt Fachkräfte und Eltern dabei, Kinder sicher, kompetent und zugewandt in der digitalen Welt zu begleiten“, erläutert Dirk Langheld, Pädagogischer Geschäftsführer des Zweckverbands Evangelische Tageseinrichtungen für Kinder im Kirchenkreis Hersfeld-Rotenburg Nord. „Medienkompetenz ist heute schon im Kindesalter ein zentrales Thema, das Kinder, Eltern und Fachkräfte gleichermaßen betrifft.“
Im Mittelpunkt der Fortbildung stand die Frage: Mit welchen Inhalten werden Kinder über Tablet, Smartphone und Co. konfrontiert – und wie können digitale Medien sinnvoll zur Kompetenzförderung genutzt werden? Gemeinsam mit Medienpädagoge Jan Rathje setzten sich die Fachkräfte intensiv mit den Chancen und Risiken digitaler Medien auseinander.
Kindertagesstättenleiterin Daniela Lemcke betont: „Tablets sind inzwischen in fast jeder Familie vorhanden und werden bereits von den Jüngsten genutzt. Auch die Smartphone-Nutzung gehört für viele Kinder – aktiv wie passiv – zum Alltag.“ Umso wichtiger sei es, bei Eltern ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Medien sowohl förderlich sein können als auch Risiken bergen, insbesondere bei unbegleiteter Nutzung. Ziel sei es, digitale Medien sinnvoll und möglichst gefahrlos einzusetzen.
Für die pädagogische Arbeit in der Kita gelten klare Grundsätze: Alles, was das Lernen in der realen Welt ersetzt, gehört nicht in den Kindergarten. Ebenso wenig darf es soziale Beziehungen ersetzen. Digitale Medien sollen die Entwicklung der Kinder fördern – nicht behindern.
Medienpädagoge Jan Rathje unterstreicht die Bedeutung eines bewussten Umgangs: „Kinder sollen lernen, zwischen sinnvollen und weniger geeigneten Inhalten zu unterscheiden. Medien sollten als kreative Werkzeuge genutzt werden – nicht nur zur Unterhaltung.“ Ein zentrales Anliegen sei es, Kinder vom reinen Konsumenten zum aktiven Produzenten zu machen.
Im praktischen Teil der Fortbildung erprobten die Fachkräfte die Erstellung einer Bildergeschichte sowie eines Kurzfilms. So wurde deutlich, wie mit geringem Aufwand kreative Medienprojekte im Kita-Alltag umgesetzt werden können. Gleichzeitig wurden die Erzieherinnen für aktuelle Inhalte und Trends im Netz sensibilisiert. „Denn nur wer weiß, was Kinder im digitalen Raum möglicherweise sehen oder hören, kann Anzeichen erkennen und angemessen reagieren“, erklärt Jan Rathje. Dabei wurde verdeutlicht, wie Kinder kreativ mit Medien arbeiten können, anstatt nur Konsumenten zu sein.
Ein Elternabend ergänzte die Fortbildung: Die Eltern konnten sich mit dem Medienpädagogen austauschen, erhielten wertvolle Informationen zu Risiken digitaler Medien sowie konkrete Empfehlungen zur Mediennutzung ihrer Kinder. Auch aktuelle Trends und Chancen sowie Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz wurden thematisiert. Besonders hervorgehoben wurde die wichtige Vorbildfunktion der Eltern im Umgang mit Smartphone und Tablet.
Abschließend fasst Daniela Lemcke zusammen: „Allen Beteiligten – ob Eltern oder pädagogischen Fachkräften – wurde deutlich, wie wichtig es ist, unsere Kinder auf die Zukunft vorzubereiten. Unsere Aufgabe ist es, sie zu stärken und ihnen das Handwerkszeug mitzugeben, das sie im Umgang mit Medien sicher macht und vor Gefahren schützt.“